| Andi |
Riesen-Ausverkauf! Moderne Antiquitäten! |
| Thomas |
Kommt zum Bootshaus! Morgen um zehn Uhr dreißig. |
| Monika |
Billige Sachen für jeden! |
| Thomas |
Moderne Antiquitäten! Riesen-Ausverkauf! Kommt zum Bootshaus morgen. |
| Andi |
Antiquitäten! Antiquitäten! Möchten Sie Antiquitäten kaufen? |
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| Thomas |
Kann ich dich mal was fragen? |
| Monika |
Was? Billige Sachen für jeden! |
| Thomas |
Ich habe ein Problem mit einem Mädchen. |
| Monika |
Ja? |
| Thomas |
Ich mag sie wirklich sehr. Aber ich weiß nicht, wie ich es ihr sagen soll. |
| Monika |
Und wer ist dieses Mädchen? |
| Thomas |
Sie ist toll. Und sie hat mir sehr geholfen. |
| Monika |
Geholfen? Vielleicht, weil sie dich auch mag. |
| Thomas |
Ich glaube schon. Nur ... ich glaube, sie hat einen Freund. |
| Monika |
Kathrin? Ich kann dir nicht helfen, Thomas. Nicht mit Kathrin. |
| Thomas |
Kommt zum Bootshaus! Morgen zehn Uhr dreißig. Antiquitäten! |
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| Andi |
Möchten Sie nicht ein paar Antiquitäten kaufen, Herr Zickler? |
| Lehrer |
Warum? |
| Thomas |
Ich brauche Geld. Ich habe Andis Fahrrad kaputtgefahren. Er braucht ein neues. |
| Lehrer |
Und wie geht es dir jetzt? |
| Thomas |
Bin wieder topfit. |
| Lehrer |
Verstehe. Kannst du mir sagen, warum du dann deinen Aufsatz nicht geschrieben hast, Thomas? |
| Thomas |
Oh. |
| Lehrer |
Du musst einiges nachholen. Wenn du dich nicht mehr ins Zeug legst, muss ich mal mit deiner Mutter sprechen. Und du, Andi, machst deine Matheaufgaben entweder zu spät oder gar nicht. Ich will diese Woche noch mit deinem Vater sprechen. |
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| Monika |
Herr Zickler war echt unfair. |
| Thomas |
Und was sagt dein Vater dazu? |
| Andi |
Keine Ahnung. Ich hoffe, er läßt mich weiter trainieren. Bald sind die ersten Spiele. |
| Thomas |
Kathrin! Hallo. |
| Kathrin |
Hallo. |
| Thomas |
Du hast dein Handy im Bootshaus vergessen. |
| Kathrin |
Stimmt. Danke. |
| Thomas |
Wir haben einen Verkauf organisiert, nächsten Samstag. Kommst du? |
| Kathrin |
Mal sehen. |
| Peter |
Kathrin! Komm schon! Schule ist aus. Du kannst die Kinder jetzt allein lassen! |
| Kathrin |
Peter, ich rede, mit wem ich will. Danke für die Einladung, Thomas. Bis morgen dann. |
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| Sonja |
Herr Hoffmann sagt, der Verkauf des Bootshauses ist in zwei Wochen perfekt. |
| Hans |
Ich höre, Thomas hat sich in den Kopf gesetzt, mit der Susanne die Regatta zu segeln. |
| Sonja |
Vater, würdest du die Susanne bitte vergessen. Thomas kann sich das Boot nicht leisten, Schluss aus. |
| Hans |
Kann es sich nicht leisten? Ich denke, er hat kein Interesse mehr. |
| Sonja |
Die Reparatur kostet siebentausend Mark. So viel Geld hat Thomas nicht. |
| Hans |
Geht in Ordnung. Ich kann ihm meinen Teil des Geldes geben. Dann kann er das Boot finanzieren. |
| Sonja |
Vater, du kannst nicht so viel Geld in ein altes Boot investieren. |
| Hans |
Warum denn nicht? |
| Sonja |
Das Geschäft geht nicht sehr gut. Ich brauche dein Geld. |
| Hans |
Ich denke an Thomas. |
| Sonja |
Ich denke auch an Thomas. Was glaubst du, warum ich Tag und Nacht im Laden stehe? Er ist alles für mich. Sein Vater ist nicht mehr da. Ich muss ihn versorgen. Ich brauche das Geld. |
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| Andi |
Antiquitäten! Antiquitäten! Möchten Sie Antiquitäten kaufen? Antiquitäten ?Riesen-Ausverkauf! Bitte sehr. Antiquitäten. Riesen-Ausverkauf! Bitte kaufen Sie, kaufen Sie ?Nein, nein, ach was. Ah, hier, Antiquitäten. |
| Mann |
Eh, was kostet dieser Kompass? |
| Thomas |
Der ist nicht zu verkaufen. |
| Mann |
Aber auf dem Werbezettel steht, ihr verkauft Antiquitäten. |
| Thomas |
Moderne Antiquitäten. |
| Mann |
Das meiste hier ist doch Schrott. |
| Kathrin |
Ich hab' dir ja schon vor Tagen gesagt, dass das nicht funktioniert. |
| Andi |
Hallo, Frau Brendler. |
| Sonja |
Na, wie läuft es? |
| Andi |
Nicht so gut. |
| Sonja |
Andi sagt, ihr verkauft nicht viel. |
| Thomas |
Och, es geht. |
| Sonja |
Ich brauche ein sauberes Bootshaus. In zwei Wochen muss alles weg sein, ob ihr verkauft oder nicht. |
| Thomas |
Zwei Wochen. In zwei Wochen ist die Regatta. |
| Frau |
Was kostet diese hier? |
| Monika |
Alle Platten kosten eine Mark. Ich kann sie für Sie spielen, wenn Sie wollen. |
| Frau |
Nein! |
| Mann |
Ich möchte diese hier, bitte. |
| Frau |
Entschuldigen Sie bitte, ich wollte diese Platte gerade bezahlen. |
| Mann |
Zu spät. Ich nehme sie. Hier, eine Mark. |
| Frau |
Warte. Ich gebe dir zehn! |
| Mann |
Fünfzig Mark! |
| Frau |
Hundert! |
| Mann |
Zweihundert! Nein, fünfhundert! |
| Frau |
Ich habe sie zuerst gesehen. |
| Mann |
Haben Sie nicht! Ich habe sie zuerst gesehen. Ich zahle tausend Mark. |
| Andi |
Für eine alte Platte? Monika, nimm das Geld! |
| Sonja |
Fünftausend! |
| Thomas |
Mama! |
| Monika |
Eh! |
| Sonja |
Die Platte kostet fünftausend Mark. Wer zahlt diesen Preis? |
| Frau |
Ja, ich muss die Platte haben. Die erste Aufnahme, und von den Beatles signiert. Ich zahle fünftausend Mark. |
| Sonja |
Dein Vater hat sie 1962 gesehen und sie gebeten, die Platte zu signieren. Die Beatles haben oft hier in Hamburg gespielt, bevor sie berühmt wurden. |
| Andi |
In Hamburg? |
| Sonja |
Ja, im Star Club in St. Pauli. Da hab' ich deinen Vater kennengelernt - zehn Jahre später. Und zur Verlobung gab er mir diese Platte, von den Beatles signiert. |
| Thomas |
Du bist genau wie Großvater mit deinen Erinnerungen. |
| Kathrin |
Ah, jetzt seh' ich's ... das ist John, George, Paul und ... das ist nicht Ringo. |
| Sonja |
Das ist Peter. Der war Schlagzeuger. Vor Ringo. Pete Best. |
| Thomas |
Und warum hast du die Platte hier verstaut? Wegen ... Papa? |
| Sonja |
Na ja. Als ich älter wurde, habe ich eine Menge Sachen hier im Bootshaus untergebracht. Man vergisst viele Dinge. |
| Frau |
Ich habe das Geld in bar. Fünftausend Mark. |
| Sonja |
Danke. |
| Frau |
Danke. |
| Thomas |
Also los. Wir haben eine Menge zu tun. |
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| Monika |
Ich mag dein neues Fahrrad. |
| Andi |
Es ist gut, ne? |
| Monika |
Hier. |
| Thomas |
So. Das war's. |
| Andi |
Thomas, das ist erst die erste Schicht. Was ist mit der zweiten? |
| Thomas |
Da verlasse ich mich ganz auf dich, Andi. |
| Monika |
Und die Kabine müssen wir auch noch renovieren. |
| Thomas |
O.K. Dann war's das eben noch nicht ganz. Aber wir sind ganz nah dran. Und wenn wir alle vier hart arbeiten, können wir es schaffen. |
| Andi |
Papa? |
| Andis Vater |
Das ist also das Bootshaus? |
| Andi |
Ja, Thomas kennst du ja. Das sind Monika und Kathrin. |
| Monika |
Tag. |
| Kathrin |
Hallo. |
| Andi |
Und Susanne. Das ist das Boot. |
| Andis Vater |
Gute Nachrichten, mein Sohn. Vom FC St. Pauli. Du spielst bei der Vorauswahl für die Jugendmannschaft, in zwei Wochen. |
| Andi |
Supertoll! |
| Thomas |
Gratuliere, Andi! |
| Andis Vater |
In zwei Wochen. Also, pack deine Sachen. Das ist dein letzter Abend mit dem Boot. |
| Andi |
Was? |
| Thomas |
Was? |
| Andis Vater |
Ich war in deiner Schule. Dein Lehrer sagt, du arbeitest nicht genug. Du arbeitest zu viel an dem Boot und zu wenig in der Schule. Du kannst nicht alles tun. |
| Andi |
Aber ich hab' es Thomas versprochen. |
| Andis Vater |
Und du hast mir versprochen, dass du alles tust, um in der Jugendmannschaft für den FC St. Pauli zu spielen. Alles kannst du nicht machen, mein Sohn. |
| Thomas |
Aber Herr Kaner, wir brauchen Andi. Wir müssen das Boot nächste Woche fertig haben. |
| Andis Vater |
Tut mir Leid, Andi muss für die Vorauswahl trainieren. |
| Andi |
Tut mir echt Leid. |
| Thomas |
Danke, Alter, für deine Hilfe. Und was machen wir jetzt? |